Badsanierung: der Ablauf von der Planung bis zur letzten Fuge.
Auf wenigen Quadratmetern arbeiten bei einer Badsanierung bis zu fünf Gewerke. Damit das Bad schnell wieder nutzbar ist und später dicht bleibt, kommt es auf die Reihenfolge an. So läuft eine Badsanierung ab.
Eine Badsanierung folgt dieser Reihenfolge: Planung und Aufmaß, Rückbau, Rohinstallation von Wasser, Abwasser und Strom, Vorwände im Trockenbau, Estrich mit Gefälle für die Dusche, Abdichtung nach DIN 18534, Fliesen, Endmontage von Waschtisch, WC und Armaturen. Den Takt geben Trocknungszeiten von Estrich und Abdichtung vor.
1. Planung
Am Anfang stehen die großen Entscheidungen: Dusche oder Wanne, bodengleich oder mit Tasse, wo sitzen WC und Waschtisch, wie viel Stauraum braucht es? Auch an später sollte man denken: Eine Dusche ohne Schwelle und Wände, an denen sich Griffe befestigen lassen, kosten beim Umbau wenig extra.
2. Rückbau
Alte Fliesen, Sanitärobjekte und Leitungen kommen heraus. Dabei zeigt sich, in welchem Zustand Wände, Boden und Rohre sind. In älteren Häusern sind verzinkte Wasserleitungen und gusseiserne Abflüsse häufig, die sinnvollerweise gleich mit erneuert werden.
3. Rohinstallation und Vorwände
Installateur und Elektriker legen neue Leitungen. Vorwände aus Trockenbau nehmen Spülkasten, Rohre und Anschlüsse auf und bieten Platz für Ablagen und beleuchtete Nischen. Alles, was später hinter den Fliesen liegt, muss jetzt stimmen.
4. Estrich und Gefälle
Für eine bodengleiche Dusche braucht der Boden ein Gefälle zum Ablauf und einen Ablauf in der richtigen Höhe. Der Estrich wird entsprechend aufgebaut und muss trocknen, bevor abgedichtet und gefliest wird.
5. Abdichtung nach DIN 18534
Fliesen und Fugen sind nicht wasserdicht. Dicht wird ein Bad durch die Abdichtung darunter. Die Normenreihe DIN 18534 regelt, wie Innenräume abgedichtet werden. Besonders wichtig sind Ecken, Rohrdurchführungen und der Anschluss an den Ablauf, denn dort entstehen die meisten Wasserschäden.
6. Fliesen
Erst auf der fertigen Abdichtung werden Wände und Boden gefliest. Das Fugenbild wird vorher geplant, damit Fugen von Boden und Wand zueinander passen und keine schmalen Streifen an sichtbaren Stellen entstehen. Im Duschbereich sollte die Fliese eine geprüfte Rutschhemmung für nasse Barfußbereiche haben.
7. Endmontage und Abnahme
Zum Schluss montiert der Installateur Waschtisch, WC und Armaturen, der Elektriker Leuchten und Schalter. Anschlussfugen werden mit Silikon geschlossen. Danach wird das Bad gemeinsam abgenommen.
- Planung und Aufmaß
- Rückbau
- Rohinstallation und Vorwände
- Estrich mit Gefälle
- Abdichtung nach DIN 18534
- Fliesen
- Endmontage und Abnahme
Wie lange das Bad nicht nutzbar ist
Das hängt vom Umfang ab: Werden nur Oberflächen erneuert oder auch Leitungen und Boden? Trocknungszeiten von Estrich und Abdichtung lassen sich nicht überspringen. Ein Zeitplan, der vorher sagt, an welchen Tagen das Bad nicht zur Verfügung steht, macht die Zeit planbar.
Unser Anteil
Peter Kombüchen ist ein Stuckateur- und Fliesenlegerbetrieb aus Nohfelden-Gonnesweiler. Rückbau, Vorwände, Estrich, Abdichtung und Fliesen führen wir selbst aus, Sanitär und Elektro kommen von festen regionalen Partnern. Sie erhalten einen Zeitplan für alle Gewerke und einen Festpreis nach dem Aufmaß. Ab Oktober 2026 zeigen wir Fliesen und Badlösungen in unserer Ausstellung in Gonnesweiler.
Kurz beantwortet
Wer ist bei einer Badsanierung für die Abdichtung zuständig?
In der Regel der Fliesenleger. Bei uns liegen Abdichtung und Fliese in einer Hand, sodass es an dieser Stelle keine Schnittstelle zwischen zwei Firmen gibt.
Geht eine bodengleiche Dusche in jedem Bad?
Nicht immer. Es kommt auf die Aufbauhöhe und die Lage des Abflusses an. Das lässt sich bei einer Besichtigung klären.
Kann ich das Bad während der Sanierung nutzen?
Meist nicht. Wie lange es nicht nutzbar ist, steht im Zeitplan.
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Peter Kombüchen
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Quellen
- DIN 18534 Abdichtung von Innenräumen (Normenreihe), www.dinmedia.de, abgerufen 25.09.2026