Was eine Sanierung teurer macht, und was nicht.
Die häufigste Sorge vor einer Sanierung ist die Schlussrechnung, die weit über dem Angebot liegt. Meist sind es nicht die Materialien, die eine Sanierung teuer machen, sondern Dinge, die zu spät bemerkt oder zu spät entschieden werden. Dieser Ratgeber zeigt die typischen Kostentreiber und was Sie dagegen tun können.
Teuer wird eine Sanierung vor allem durch versteckte Mängel, die erst während der Arbeit auffallen, durch Änderungswünsche nach Baubeginn und durch eine falsche Reihenfolge, bei der Arbeiten doppelt gemacht werden. Eine gründliche Besichtigung, ein Festpreisangebot nach Aufmaß und Entscheidungen vor Baubeginn senken dieses Risiko deutlich.
Kostentreiber 1: Was man vorher nicht gesehen hat
Hinter Verkleidungen und unter Belägen verbirgt sich oft mehr als erwartet: morsche Balken, feuchte Wände, alte Leitungen, Hohlstellen im Estrich. Wird so etwas erst während der Arbeit entdeckt, steht die Baustelle, und es muss schnell entschieden werden.
Nicht alles lässt sich vorher sehen. Vieles aber schon, wenn man sich Zeit nimmt: Wände abklopfen, Böden prüfen, in Keller und Dachboden schauen, nach dem Baujahr der Leitungen fragen. Je gründlicher die Bestandsaufnahme, desto weniger Nachträge.
Kostentreiber 2: Entscheidungen während der Bauzeit
Eine Wand wird doch versetzt, die Dusche soll doch bodengleich werden, eine zusätzliche Steckdose fehlt. Jede Änderung nach Baubeginn kostet mehr als die gleiche Entscheidung vorher, weil schon Gebautes angepasst werden muss.
Deshalb lohnt es sich, Grundriss, Bad, Licht und Anschlüsse vor dem Angebot festzulegen. Was dann noch dazukommt, sollte getrennt und nur nach Ihrer Zustimmung abgerechnet werden.
Kostentreiber 3: die falsche Reihenfolge
Wer zuerst fliesen lässt und dann merkt, dass eine Leitung fehlt, schlägt die neuen Fliesen wieder ab. Wer Estrich zu früh belegt, riskiert Risse. Eine falsche Reihenfolge ist einer der teuersten Fehler, weil sie Arbeit doppelt macht.
Kostentreiber 4: Schnittstellen zwischen Firmen
Wenn fünf Firmen nacheinander im Haus arbeiten, entstehen Wartezeiten und Streit über Zuständigkeiten. Wer hat den Untergrund zu uneben hinterlassen, wer die Leitung falsch gelegt? Solche Fragen kosten Zeit und oft Geld. Je mehr Arbeiten in einer Hand liegen, desto weniger Schnittstellen gibt es.
Was eine Sanierung nicht zwingend teurer macht
Hochwertige Materialien sind nicht der größte Kostentreiber, weil ihr Preis vorher feststeht. Auch eine gründliche Planung kostet zunächst Zeit, spart aber in der Regel mehr, als sie kostet. Und eine Sanierung in einem Zug ist oft günstiger als viele kleine Renovierungen über Jahre, weil Baustelleneinrichtung, Rückbau und Anschlüsse nur einmal anfallen.
So schützen Sie Ihr Budget
Bestehen Sie auf einer Besichtigung vor dem Angebot. Lassen Sie sich ein Angebot geben, in dem jede Position einzeln steht, idealerweise zu einem Festpreis nach Aufmaß. Klären Sie, wie mit Unvorhergesehenem umgegangen wird: Wird vorher gesprochen, oder erfahren Sie es mit der Rechnung?
Bei uns erhalten Sie nach Besichtigung und Aufmaß ein Festpreisangebot. Zeigt sich während der Arbeiten etwas, das vorher niemand sehen konnte, halten wir an und besprechen Aufwand und Lösung mit Ihnen, bevor weitergearbeitet wird.
- Besichtigung vor dem Angebot
- Festpreis nach Aufmaß, jede Position einzeln
- Entscheidungen vor Baubeginn treffen
- Regel für Unvorhergesehenes vereinbaren
Kurz beantwortet
Warum nennen Sie keine Preise auf der Website?
Weil der Preis vom Zustand des Hauses abhängt, den wir erst bei der Besichtigung sehen. Eine Zahl ohne Besichtigung wäre eine Schätzung, auf die Sie sich nicht verlassen könnten.
Was passiert, wenn während der Arbeit ein Schaden auftaucht?
Wir halten an, zeigen Ihnen den Befund und nennen den Mehraufwand. Weitergearbeitet wird erst nach Ihrer Entscheidung.
Ist ein Festpreis wirklich fest?
Für die vereinbarten Leistungen ja. Zusätzliche Wünsche und unvorhersehbare Befunde werden getrennt besprochen und nur mit Ihrer Zustimmung ausgeführt.
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Peter Kombüchen
Stuckateur & Fliesenleger
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